A44: Welche Trasse führt zum Ziel?

16. November 2015

Pressemitteilung: Kaufungen, 14. November 2015

KWG fordert ernsthafte Auseinandersetzung Die Diskussion über die optimale Trasse der A44 in der VKE 11 will nicht enden, obwohl sie eigentlich beendet sein könnte. 

Von den diskutierten Varianten führt nach den Überlegungen der Kaufunger Wählergemeinschaft (KWG) nur eine wirklich zum Ziel: Diese Variante führt die A44 zwischen Eschenstruth und Helsa aus dem Lossetal heraus, unterquert den Stiftswald und verläuft direkt zum Kasseler Kreuz, das in Abstimmung mit der Planung zur neuen Bergshäuser Brücke neu errichtet werden muss.

Dieser Vorschlag vereinigt viele Vorteile und eliminiert fast alle Nachteile der übrigen Varianten einschließlich der von Hessen Mobil geplanten:

  • die A7-Auffahrt in Papierfabrik bleibt erhalten
  • die Straßen des unteren Lossetales bleiben erhalten
  • das FFH-Gebiet zwischen Niederkaufungen und Papierfabrik wird nicht angetastet
  • die Entwicklung des Gewerbegebietes Papierfabrik bleibt möglich
  • die Führung des A44-Verkehrs über die A7 wird vermieden
  • die A49 (Südtangente) wird nicht zusätzlich belastet
  • die Hintereinanderreihung dreier Autobahndreiecke (KS Süd, Mitte, Ost) mit den zu erwartenden Verkehrsproblemen wird vermieden
  • die Strecke wird um etwa 15% kürzer als diejenige durch das Lossetal, damit werden dauerhaft Treibstoff, Schadstoffausstoß, CO2 und Wärmeeintrag verringert
  • Belastungen von Wasser und Luft im unteren Lossetal treten nicht auf
  • teurer Lärmschutz in Form von Einhausung oder Seitenwänden wird nicht benötigt
  • Umleitungsverkehr kann über die B7 geführt werden
  • die Existenz der Geschäfte in den Ortschaften wird nicht gefährdet
  • die Gesundheitsbelastung der Bevölkerung wird verhindert
  • Rückbaumaßnahmen von B7 und K7 sind nicht erforderlich
  • der Wohnungsbau in Kaufungen wird nicht beeinträchtigt

Gegenüber der geplanten Taltrasse ergibt sich der Vorteil, dass man auf den Tunnel Helsa verzichten kann, und die aufwendige Grünbrücke über A44 und ehemalige B7 entfällt.

Diese finanziellen Einsparungen verringern die Kosten des Stiftswaldtunnels und es entsteht eine nachhaltig funktionierende Lösung. Deshalb ist auch eine Verlängerung der vorgesehenen Zeit für die erforderliche Umplanung gerechtfertigt. Dieser Vorschlag der KWG hat einen weiteren sehr wesentlichen Vorteil: er ist gewollt! Der Sprecher des Runden Tisches (RT) hat bemerkt, dass alle am RT Beteiligten diese Lösung als die optimale Lösung ansehen. Sogar der Planer von Hessen Mobil hat in Anwesenheit der Vertreter des hessischen Verkehrsministeriums mehrfach bekannt, dass er diese Lösung für die beste hält.

Dieser Auffassung hat niemand widersprochen! Unverständlich bleibt deshalb für die KWG, dass zwar alle Beteiligten wissen, welche Lösung die optimale ist, dass aber bisher trotzdem anders gehandelt wird!

Man plant weiter an der Lossetaltrasse, obwohl alle wissen, dass sie nicht wirklich vernünftig ist. Welches auch immer das Ergebnis ist, die Anwohner müssen es über eine lange Zukunft tragen oder ertragen! Deshalb lohnt es, jetzt innezuhalten, die Grundlagen zu ordnen und einer zukunftsorientierten Planung und Realisierung die Tür zu öffnen.

Deshalb fordert die KWG erneut, aus Rücksicht auf die Menschen und die langfristige Funktionsfähigkeit der A44 alle Varianten objektiv gegenüberzustellen, nämlich die Taltrasse, die sogenannte H-Trasse (die in Nähe der Kunstmühle das Tal verlässt) und die beschriebene KWG-Variante (Stiftswald-Tunneltrasse mit direktem Anschluss an das neue Kasseler Kreuz). Nach Überzeugung der KWG kann nur so die notwendige Akzeptanz auch in der Bevölkerung erreicht werden.